Ich bin dann mal weg ...

Kosten

Da der Urlaub bald zu Ende geht, stellt sich natürlich die Frage nach den Kosten. Ich habe mal ganz grob überschlagen und eine Zahl im Kopf. Was glaubt ihr, was dieser 6 wöchige Urlaub gekostet hat, mit allen drum und dran. Auflösung gibt es dann, wenn ich wieder zuhause bin und die Zahlen aufaddiert habe. Also, haut rein - abstimmen kostet nichts :-)

Kosten

Dienstag, 7. September 2010

Übernahme des Autos

Als ich bei Apollo ins Büro reingelaufen bin trällert mir gleich ein "Guten Morgen" entgegen. Sitzen da nicht zwei ausgewanderte deutsche Frauen und schmeissen den Laden. Sowas. Der ganze Papierkram hat fast eine Stunde gedauert - einen weissen Toyota habe ich zugewiesen bekommen mit 134000km bereits - schaut aber recht schnittig aus. Es ist ein Automatik und fast etwas zu groß für mich alleine. Das Automatik-Getriebe hat wirklich den Vorteil, dass man mit dem Links-Verkehr besser zurecht kommt und scheinbar durch das Schalten nicht abgelenkt wird - jedenfalls ist es mir in Australien bedeutend schwieriger gefallen, mich immer links zu halten. Hier gings eigentlich relativ schnell gut - das mit dem Links-Verkehr war auch meine
grösste Sorge. Beim Abbiegen muss man halt immer noch etwas aufpassen, aber man gewöhnt sich schnell dran.
Nach der Übernahme und ersten Einrichten bin ich erstmal in Supermarkt getigert und habe Lebensmittel etc. eingekauft. Dann habe ich mir noch eine Vodafone Daten-Karte - yeaah, ich bin wieder online - und ewig viele Strassen-Karten vom Automobil-Club Neuseelands besorgt - die gibts für ADAC Mitglieer umsonst.
Cool. Dann bin ich diesen Pacific Coast Highway gefahren Richtung Thames. Die Landschaft hier ist sehr hügelig und alles ist saftig grün. Die Strasse windet sich durch die manchmal nur mit Gras, und manchmal mit ganz viel Wald und Farnen bedeckten Hügeln. Sehr schöne Strecke und zum Einstimmen ganz nett.

In Kaiaua auf halbem Wege gab es ein Fish'n'Chips Restaurant, das vom Reiseführer empfohlen wird und in der Hochsaison für lange Schlangen sorgt. Es gab unterschiedliche Sorten an Fisch. Ich habe Gurnard genommen - ich kannte ihn nicht, war aber schwer begeistert.

Dann bin ich weiter nach Thames gefahren und habe mich im Informationsbüro wegen meiner Wandertouren, die ich am nächsten Tag vorhabe, schlau gemacht.

Schon etwas übermüdet habe ich dann den Dicksons Zeltplatz angefahren und das Zelt aufgebaut. Dann hats das Regnen angefangen. Hurra - das wird sicherlich morgen beim Wandern regnen. Gottseidank ist die Regenhose im Gepäck.... Um 18Uhr gehen die Lichter aus...

Langstreckenflug Seoul nach Auckland - Willkommen auf der anderen Seite der Welt

Auch bei diesem Flug gab es an Pünkltlichkeit nichts zu mäkeln. Punkt 7:30Uhr ist die Maschine gelandet.
Das ist schon sagenhaft. Was ich im letzten Flug Platz-technisch Pech gehabt habe (etwas stärkerer Mann, der neben mir saß), hatte ich dieses mal Glück. Der Platz neben mir blieb leer. Nur eine hübsche Koreanerin war in meiner Sitzreihe. Hübsch aber nur so lange bis sie einen Orangensaft über meinen Rucksack gekippt hat :-) Naja, sie hats auch wieder aufgewischt. Zum Essen gabs diesmal Rind und noch was, was es schon auf dem letzten Flug gab, ich aber nie verstanden habe. Da das Beef aus war, musste ich notgedrungen das Andere nehmen. Im nachhinein hat sich rausgestellt, dass dies einer der besten Essen war, die ich je in einem Flieger gegessen habe: Bibimbap. Scheinbar etwas speziell koreanisches, das mit gekochtem Reis daherkommt: In einer Schale liegt fein säuberlich getrennt Hackfleisch und diverse Gemüsesorten. Dann kippt man den Reis in den Teller und gibt eine scharfe Sauce dazu - abschliessend noch Olivenöl und das Ganze vermischen. Dazu gibts Suppe, die man scheinbar dazu ißt - ich hatte ja eine Koreanerin neben mir zum Spicken.

Die Einwanderung verleif auch problemlos. Der Immigration-Officer wollte lediglich das Rückflug-Ticket sehen - ähem, Lieber Officer, es gibt kaum mehr ausgedruckte Tickets, sondern fast nur noch e-Tickets. Ein Blick auf meinem ausgedruckten Flugplan hat ihm dann gereicht.

Und dann ist man endlich angekommen - am anderen Ende der Welt.

Sonntag, 5. September 2010

Flug nach Seoul mit Korean Airlines

Vor dem Boarding in Frankfurt beim Schreiben des letzten Eintrags ist es recht stressig geworden. Es ging echt Ruckzuck - obwohl um 19:30 erst das Boarding startete, ging der Flieger pünktlich um 19:45Uhr aufs Rollfeld. Vom Platzbedarf her hatte ich schon mal was Besseres gesehen - war ziemlich eng. Dummerweise hatte ich noch einen etwas stärkeren Mann neben mir, der die Armlehne die ganze Zeit für sich beansprucht hat :-( Jedenfalls war er sehr nett: Er besucht mit seiner koreanischen Frau Seoul einige Wochen und hat mir praktische Sightseeing-Tipps für Seoul gegeben.

Wenigstens war das Entertainment-Programm Top - so wie man es von Koreanern erwartet: technologisch fortschrittlich. Der LCD Bildschirm, der im Vordersitz eingelassen ist, war der Grösste, den ich bis jetzt in einem Flieger gesehen habe. Das Essen war nicht überragend, aber OK. Dummerweise bin ich, obwohl ich mich gleich an die Neuseeländische Zeit anpassen wollte, ein paar mal eingeschlafen. 

Der Flug selbst war absolut ruhig und es gab kaum Turbulenzen - die Landung super sanft. Steigt man in Seoul aus dem Flieger, so ist dort fast nichts los und wirkt alles irgendwie ziemlich klein und verlassen - hallo, hier waren mal olympische Spiele - dementsprechend groß hätte ich den Airport erwartet. Folgt man dem Schild Transit, so passiert man nochmal eine Gepäck-Kontrolle und kommt wieder zu (anderen) Gates und Shops. Erst hier tut sich die wahre Größe des Flughafens auf - er ist riesig.

Nachdem ich erst mal den Food Court aufgesucht habe (Wasser gibts hier umsonst aus dem Automaten - man kann in Alu-Bechern selbst einschenken - Wow), habe ich nach Internet-Terminals gesucht und an der Information gefragt: Ha, hier ist freies, kostenloses WLAN am kompletten Airport!!! Fraport, da müsst ihr euch eine Scheibe abschneiden. Ich habe einen bequemen Platz gefunden, wo ich auch noch zwei Steckdosen für mich habe und Laptop- und Handy-Batterien laden kann :-) Was will man mehr?

Da ich viel Zeit habe (3,5Stunden Aufenthalt), kann ich etwas länger schreiben und so ist es recht kurzweilig :-)
Im Flieger haben die Leute gekauft wie verrückt - da dachte ich, dass bestimmt technische Sachen recht billig sind hier in Korea. Doch weit gefehlt: Kostet bei uns eine 16GB Speicherkarte 22€, war sie hier um 54US$ zu haben.

Am Flughafen in Frankfurt habe ich noch eine Email an Apollo - dem Autovermieter - geschrieben, wie der Transport in Auckland vom Airport zum Auto-Vermieter zu regeln ist und ob die Vermieter-Station in Christchurch Einschränkungen hat. Soeben habe ich eine Antwort erhalten - good news: Keine Schäden durch das Beben:
"Our branch in Christchurch is operational and there was no damage to our depot."

Ebenso habe ich gerade auf der Seite nachgesehen, wo ich mich für Christchruch (fast am Ende der Reise) eingebucht habe, ob es Einschränkungen wegen des Bebens gibt. Sie schreiben dort auf der Seite, dass nur einige wenige Unterkünfte Probleme haben - die Meisten sind voll betriebsbereit - ebenso das Vagabond, wo ich mich eingebucht habe: click.

Samstag, 4. September 2010

Abschied

Heute gings also los: um 15:00 Uhr ist der Zug pünktlich nach Frankfurt abgefahren. Britta brachte mich zum Nürnberger Bahnhof. Kurzerhand kam auch mein Tantchen Silvia zur Verabschiedung zum Bahnhof.

Es lief alles reibungslos. Check-In, Gepäckaufgabe etc. und nun sitze ich grad mal 5Minuten hier am Gate ohne irgendwas anderes zu tun (es mussten natürlich noch Anrufe erledigt werden) und schon wird das Gate geöffnet.

Bis in ein paar Stunden :-)

Freitag, 3. September 2010

Highlight: Abel-Tasman-Nationalpark

Der letzter Post aus der Highlight-Serie beschäftigt sich mit dem Abel-Tasman-Nationalpark. Hier bietet sich der  Abel Tasman Coastel Track an,  ein Wanderweg an der Küste, der in Summe 4 Tage dauert. Ganz werde ich diesen zeitbedingt nicht gehen können - allerdings kann man sich von Wassertaxis ein Stück weit fahren lassen, um dann einen anderen Teil zu gehen. Hier kann man sich ein paar Eindrücke holen: click.

Ich habe in Summe 3 Tage dort verplant, da dieser Nationalpark einer der Schönsten im Lande ist. Da der Nationalpark am nördlichen Ende der Südinsel ist, ist hoffentlich das Wetter dort etwas besser und wärmer. Ein Tipp von Holger, meinem Arbeitskollegen: Die Tour im Uhrzeigersinn machen und wenn das Wetter im Süden nicht mitspielt kann man sich nicht lange genug im wärmeren Norden aufhalten.

Letzte Vorbereitungen vor dem großen Reisetag

In den letzten Tagen war es doch noch recht stressig mit Vorbereitungen. Es ist alles, was ich bestellt habe, rechtzeitig eingetroffen - nun ist alles verpackt und gewogen:

Der Koffer dürfte ca. 21kg haben - ich denke, das wird beim Langstreckenflug definitiv ohne Probleme durchgehen. Dennoch: Ich denke, der Hartschalen-Koffer, der alleine 5kg wiegt, müsste mal ersetzt werden durch ein leichteres Modell.

Mit dem Handgepäck hatte ich auch noch kleinere Probleme, alles unterzubringen was nicht mehr (gewichts-technisch) in den Koffer gepaßt hat. Beim Handgepäck ist nicht Gewicht das Problem gewesen, sondern Platz, da der Tagesrucksack nicht allzu groß ist und nur 30l fasst. Dadurch, dass ich noch einiges weggelassen habe und von Andi noch ein paar Befestigungs-Tipps bekommen habe, klappt das dann doch ganz gut und es ist sogar noch etwas Luft für Mitbringsel. Dennoch kommt der ganze Rucksack gepackt auf gute 8kg + das ganze Kamera-Zeugs auch noch mal gut 2kg.

Das Reisegepäck inklusive Unterlagen ist also beisammen - ich muss gestehen, dass man an Unterlagen durch eTickets und Co kaum noch was dabei hat - das Wichtigste dürfte der Reisepass sein. Lediglich für das Auto habe ich einen Voucher bekommen - für die Flüge habe ich gar keine Unterlagen (geht alles über Reisepass) und für die Bahn sind Print-Outs nötig, die man sich aber im Verlust-Fall immer wieder ausdrucken kann.

Morgen gehts also los. Ich kanns noch gar nicht glauben. Um 15:00Uhr fährt der ICE in Nürnberg ab und trifft (hoffentlich) dann um 17:22Uhr am Frankfurter Flughafen ein. Das Schöne ist: sollte der Zug Verspätung haben, geht 30min. später der Nächste :-) Um 19:45 Uhr werde ich dann good old Germany verlassen :-)

Wenn ich ein Internet-Terminal in Seoul finde, dann melde ich mich von dort nochmal. Der interessierte Leser kann kann den Flug-Status auch online einsehen.

Sonntag, 29. August 2010

Wanderführer - auch online einsehbar

Ich habe mir noch einen ganz tollen Wanderführer (Neuseeland. Die schönsten Wanderungen und Trekkingtouren - 65 Tourenvon Neuseeland gekauft. Er ist sehr handlich und die Touren scheinen wirklich gut recherchiert zu sein.

Gestern, als ich im Internet nach "The Pinnacles" suchte, bin ich zufällig auf einen Link gestoßen, was mich veranlasst hat, diesen Post zu schreiben: Der Wanderführer wurde von Google gescannt und ist fast komplett einsehbar. Auch bei Amazon kann man im Buch online in einigen Seiten blättern, aber Google bietet noch mehr - fasst das komplette Buch. Das finde ich schon den Hammer, denn das Buch war im Einkauf nicht billig (aber jeden Cent wert, wenn man die ganzen Recherchen sieht). Es lohnt also, vor einem solchen Buch-Kauf die Google-Buch-Suche anzuwerfen. Tippt man dort z.B. "Neuseeland" ein, so ist der erste Eintrag mein Reiseführer - komplett eingescannt - der Wahnsinn.

Hier der Link des Wanderführers zum Schmökern: click

Samstag, 28. August 2010

Highlight: Routeburn Track

Der Routeburn Track gilt nicht nur in Neuseeland als einer der Schönsten Wanderwege. Er ist 32Km lang, dauert 2-3Tage und  führt durch das Neuseeländische Fjordland. Vorbei an Wasserfällen, Hängebrücken, dichtem, moosüberwuchertem Regenwald und grünblauen Gebirgsseen windet sich der Panromaweg durch das Fjord - so schreibt es im übertragenen Sinne der Reiseführer.

Normalerweise ist in der Hauptzeit der Weg streng reglementiert: es dürfen maximal 40Wanderer auf die Strecke, da die Hüttenplätze zum Übernachten relativ begrenzt sind und deswegen ist in der Hauptsaison der Weg relativ schnell ausgebucht. Die Saison fängt allerdings erst ende Oktober an. Davor (und das ist meine Reisezeit) gilt Nebensaison und der Track ist weniger frequentiert - ein Buchen nicht notwendig.

Ich werde versuchen (schönes Wetter vorrausgesetzt) die An- und Abreise zu organisieren und den Track in zwei Tagen zu gehen. Hier kann man sich ein paar Eindrücke holen: click.

Gepäck

So, nun kann es losgehen. Es sind fast alle Vorbereitungen abgeschlossen - fast alle Bestellungen sind eingetroffen (bis auf mein Reisekissen und meine Stativ-Schnellwechselplatte - Daumendrücken, dass die Sachen noch bis nächsten Samstag kommen). Gestern erst ist mein Reisestativ Slik Sprint Mini II GM eingetroffen, das es mit lediglich ca. 740g (ohne Verpackung) auf stolze 1,11m bringt. Das Packmass liegt bei 35cm und sollte somit sowohl in jeden Rucksack passen, als auch sich am Gürtel oder am Rucksack befestigen lassen, so dass es schnell griffbereit ist.

Obwohl es so leicht ist, macht es einen recht stabilen Eindruck und ist sehr ordentlich verarbeitet. Es ist auch super flexibel aufzubauen: Mindesthöhe ist 17cm.

Da ich sowohl meine Spiegelreflex, als auch die Kompaktkamera TZ10 dabei habe, habe ich kurzerhand noch eine Schnellwechselplatte bestellt, damit ich nicht ständig hin- und herschrauben muss. Ich hoffe, die trifft noch ein...

Der Koffer ist gepackt und ich werde auch mit der ganzen Camping-Ausrüstung unter den geforderten 20kg Reisegepäck bleiben. Da ich mit ziemlich viel Regen rechne, habe ich vorwiegend schnelltrocknende Funktionswäsche dabei. die auch noch den Vorteil hat, recht leicht zu sein. Das Schwerste dabei ist noch die Regenhose, die glaube ich zwingend erforderlich für die Reise ist. Zwei wasserdichte Regenjacken kommen auch noch mit.

Die Fotoausrüstung wird, wie schon seit Jahren, durch meine Wasser- und Staubdichte Ortlieb Foto-Tasche Aqua-Cam geschützt, die mich seit Jahren noch nie im Stich gelassen hat. Es kommen mit meine Spiegelreflex Canon EOS350D mit 17-70mm Sigma-Objektiv und Polfilter, meine Kompaktkamera Panasonic TZ10 und meine Canon FullHD Videokamera HF100. Außerdem werde ich noch meinen Netbook dabei haben, mit dem ich die geschossenen Bilder sichern kann. Ich werde mir eine Vodafone Prepaid Datenkarte in Neuseeland kaufen, mit der man für 30$ 500MB an Freivolumen monatlich bekommt. Dies sollte ausreichen und ich kann mit dem Netbook dann auch im Internet unterwegs sein, was das Reisen mit Sicherheit erleichtert.

Was hat sich sonst noch getan: Die Unterkünfte vor den Flügen sind gebucht (jeweils Einzelzimmer - sehr erschwinglich). Da Google Streetview momentan so heiß in Deutschland diskutiert wird, zeige ich hier mal Vorteile davon:
1. 22.Sep. Auckland: Airport Skyway Lodge: 58$
2. 12.Okt. Christchurch: Vagabond Backpackers (2 Nächte): 39$ pro Nacht
3. 14.Okt. Auckland: KR City Travellers (2 Nächte): 53$ pro Nacht

Donnerstag, 26. August 2010

Highlight: Erklimmen des Mount Taranaki






Am Vulkan Mt. Taranaki ragt ein einzelner, außergewöhnlicher Vulkankegel empor - der Fantham Peak. Der Summit Track (6h-Wanderweg) beginnt bei 900 Höhenmeter und windet sich auf über 1960m hoch zur Hütte Syme Hut. An diesem Gipfelplateau warten atemberaubende Ausblicke.